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Der unkalkulierte und abenteuerliche Umbau zum 328i über die Umweg Palamuse ...

TC4 C20265 hinter'm Horizont ...

Mehr per Zufall, ungeplant und ungewollt, kam TC4 C20265 in unsere Hände. In zweiter Hand mit nachvollziehbarer, guter Historie war er allerdings in keinem guten Zustand und sollte schnell einen neuen Besitzer finden. So wurden sich Roland (Verkäufer) und ich dann wider (mein) Erwarten (schnell) einig. Nun hatte ich einen TC4 - den ich nie gesucht hätte und mit dem ich konkret auch gar nichts zielführendes anfangen konnte.


Erst einmal "gesichert" stand der TC4 ein wenig, bis ich mit Christoph (EETarga) über den Wagen sprach und ihm auch erzählte, dass der TC4 im Grunde ein Rundum-Service-Paket brauchte. Technik, Lack und ein paar kleine Veränderungen.

So entwickelten wir auf Vorschlag von Chris gemeinsam die verrückte Idee, den TC4 hintern Horizont zu bringen - nach Palamuse, Chris' Heimat. Hin sollte es mit TC4 über den Seeweg (Ostseefähre) gehen, zurück für mich per Flugzeug und einige Zeit später für den TC4 per Sattelzug.

 

Auf nach Lübeck zur Fähre:

... nach Liepaja

 

... weiter mit den Autos über Riga (Übernachtung) nach Palamuse:

 

Dort angekommen sprachen wir mit dem Lackierer die Maßnahmen durch. Eine 'neue' Fahrertür und einen 'neuen' Kofferraumdeckel hatte ich mitgebracht - diese sollten aufgrund der Durchrostungen getauscht werden.

 

Die Technik wurde durchgesprochen (Fahrwerks-Gummilager, Stoßdämpfer und div. Teile neu).

Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, dass der TC4 doch nicht "fertig" sein würde, wenn er aus Estland kam.

 

Für mich ging es dann via Flugzeug wie erwähnt zurück nach Deutschland.

 

Der TC4 kam einige Monate später per Transporter frisch lackiert und mit überarbeiteter Technik zurück nach Hause:

 

Frisch gewaschen machte er einen chicken Eindruck und wäre im Grunde fertig gewesen ...

... wenn nicht in Estland das angerissene Verdeck seinen Dienst gänzlich quittiert hätte ... und die Monate der Feuchtigkeit nicht ohne Folgen geblieben waren ...

 

Zunächst musste die Innenausstattung komplett ausgebaut werden und der Innenraum trocken gelegt werden.

 

Bei KHM in Esslingen gab es dann eine neue Mütze und die Innenausstattung wurde komplett ersetzt und im dem Zuge auch gleich mit Leder in Wunschfarbe 'chateau' (BMW 6er z.B.) bezogen:

 

Wo nun schon einmal die Innenausstattung raus war und der Kabelbaum so zugänglich war, wie es besser nicht sein kann, wollte ich in diesem Zusammenhang elektrische Fensterheber hinten nachrüsten. Hierzu suchte ich einen passenden Schlachter - der dann auch gleich als 328i, Schalter, großen BC und Klimaautomatik hatte - und natürlich elektrische Fensterheber hinten.

Nach- und Umrüsten ist ab der Modellreihe E36 so eine Sache. Ein kompletter, vollständiger Tausch der Technik und des Kabelbaums wurde hier bevorzugt als Lösung gewählt. Der Unfall-Schlachter hatte als Limousine exakt diese Parameter.

 

Aus dem TC4 bauten wir den Motor und den Kabelbaum aus sowie den vollständigen Antriebsstrang und die Achsen. Im Grunde blieb hier nur die BAUR TC Rohkarossserie stehen.

 

Für den Motorumbau mussten im Motorraum Halter umgearbeitet werden. Diese Gelegenheit wiederum ergab eine (in Estland nicht in Auftrag gegebene) Lackierung des Motorraums.

 

Sodann konnte nach der Scheidung die Hochzeit mit dem 'Neuen' stattfinden.

 

Der aus dem 328i-Schlachtfahrzeug übernommene Kabelbaum wurde in den TC4 eingepflanzt.

 

... und die Technik und Elektrik konnten das erste Mal getestet werden.

 

Nach der Fertigstellung folgten noch Probefahrten (ohne Fehler), TÜV-Abnahme mit Eintragung des 328i-Umbau und Aufbereitung mit Lackversiegelung.

 

Ein Tagebuch und einen ausführlicheren Bericht findest Du in unserem BAUR-TC-Forum HIER.

Gruß, Markus

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